Mittwoch, 27. Oktober 2010

9.8.Ponte de Lima-Rubiaes 18km

Wir starteten fruh mit den anderen um ca.6.30uhr und die heutige Etappe sollte die schonste,aber auch die anstrengenste werden so zumindest berichteten es viele da man eine ziemlich hohe Anhohe erklimmen muss in der mitte des Weges die es in sich hat.

Wir liefen durch den beginnenden morgen durch schone Walder,Heidelandschaften und Waldstucke die aussahen wie aus dem marchenbuch zumindest erinnerte es mich daran.

Da die anderen schneller waren als wir liefen wir bald alleine,trafen uns jedoch sowiso immer wieder an den sparlich gesahten cafes auf dem weg :D

Nach ca. 6 km wandern ging es den "beruchtigten " Berg hoch von 100 auf 450 m ein steiniger,steiler Anstieg zwar sind 450m nicht wirklich viel doch in anbetracht der 9 kg im Rucksack und der Hitze verlangt es einem doch sehr viel ab.

Hat man den Anstieg geschafft,trifft man auf eine wie ich fand wunderschones Steinplateau wo ich mich ersteinmal ein wenig hisnetzte um mich auszuruhen und den wunderschonen Ausblick und den Platz zu geniessen.

Wir machten eine 1 stundige Siesta auf einer Wiese und beim weiterlaufen fuhlte ich mich zum erstenmal richtig matt und erschlagen,die Beine schmerzten und der Rucksack kam einem vor als schleppte man die Hinkelsteine von Obelix in ihm herum-so waren wir froh als wir endlich in der schonen herberge in Rubiaes ankamen wo uns auch schon die anderen lachelnd empfiengen.

Dort hatte ich zum ersten mal diesen besonderen Herbergsflair,alte Stockbetten,Miniduschen und jeder sitzt draussen und man unterhalt sich,trinkt und lacht es wurde noch ein sehr netter Abend.

Louis, Tom u.Andre gingen Einkaufen da sie nacher fur alle kochen wollten,wahrend ich derweil Katha eine Fussmassage gab da auch sie von dem Berg ziemlich geschlaucht war,nach dem Essen lass Tom noch ein selbstgeschriebenes Gute-Nacht Marchen seiner Freundin vor und Tobias der sehr gut English konnte ubersetzte fur die anderen,wir haben sehr viel gelacht da Tobias ziemlich an seine Grenzen kam da das Marchen nicht sehr Ubersetzungsfreudig geschrieben war und serh viele deutsche Slangworter drin hatte,doch es machte nichts und ich denke jeder hat diese nette susse Geschichte an diesem Abend sehr genossen.

Luigi the Dwarf

...Once upon a time there was a little Dwarf named Luigi :)...
...he lifes in a little wodden hut into a little green Forest.....
...often while the night he´s sitting in front of his little wooden hut....
...looking to the Stars and feel sooo sad :(.....
...cause he has no friends ....
...but then one morning he decided to leaf his little hut and walk into the Forest to find a friend :)

...to be Continued....
Ich werde die Geschichte irgendwann noch ganz einfügen :) weil sie so schön ist.

Um 22 uhr ging die gesamte "Pilgerherde" wie immer gemeinschaftlich in den Schlafsaal um dann grunzend und schnarchend sich mehr oder weniger entspannt in den schlaf zu dosen.
Um 2 uhr war die Nacht jedoch kurzeitig zuende und mich hat es vor lachen fast zerissen im Bett,irgendeiner der Spanier liess nachts so laut einen fahren das man 1 sec spater die Betten der Nebenschlafer wackeln horen konnte die aus dem Schlaf aufgeschreckt waren und der halbe Schlafsaal der eh nicht gross war,war erstmal wieder fur 5 min wach.
Hier und da horte man Menschen wie mich die auch verzweifelt versuchten nicht in einen,brullenden Lachanfall auszubrechen um nicht die ubrigebliebenen die von diesem Nachtlichen Konzert verschont wurden zu wecken.

P.S:Der Verursacher hat ubrigends nichts mitbekommen,ihn horte man namlich 2 sec spater nach seinem "Tonchen" wieder friedlich schnarchen.

Dies war einer der Momente die ich bestimmt nie vergessen werde,und noch heute jedesmal in einen kleinen Lachanfall ausbreche wenn ich daran zuruckdenke---man glaubt nicht wie laut Menschen manchmal sein konnen.

8.8.10 Lugar do Coro-Ponte de Lima 15 km

Gut versorgt mit Fernandas Lunchpaket machten wir uns heute auf den Weg nach Ponte de Lima,wir hielten bei einer kleinen Snackbar wo schon fruhmorgends einiege andere Pilger fruhstucklten und tranken gemutlich Kaffee-unter anderem trafen wir dort eine kleine Gruppe bestehend aus, einem Spanischen Parchen Lena und Martino ,Katha einer Ungarin sowie Andre einem Amerikaner die sich auf dem Weg kennengelernt hatten und nun gemeinsam unterwegs waren-auch sie gingen nach Ponte de Lima und wir verabredeten uns mit ihnen dort dann etwas essen zu gehen.

Der Weg war wie immer wunderschon und diesmal gott sei dank auch ertraglich von den Temperaturen her.

Wir kamen um ca. 13:30uhr in Ponte de Lima an wo gerade ein Flohmarkt entlang der Uferpromenade war und streunten durch die Menschenmenge und hielten wenig spater bei einem kleinen Kaffee um eine Kleinigkeit zu essen da die Herberge erst um 16 uhr aufmachte.

Um 16 uhr gingen wir in die Herberge und trafen dort auch schon die anderen 5 :) nach Gemeinschaftsdusche,Wasche waschen und ein wenig relaxen gab Katha die Ungarin fur alle die Lust hatten auf der schonen Terasse nahe dem Schlafsaal eine Jogastunde,da sie Ausgebildete Jogalehrerin war.

Wir hatten sehr viel Spass und es wurde viel gelacht weil jeder noch verenkter und verbogener dastand doch Katha half uns und am Schluss war jeder ein wenig entspannter von den Strapazen der letzten Tage.

Wenig spater unterhielt ich mich noch kurz mit einem Deutschen Parchen welche ich dort in der Herberge wiedertraf,man kannte sich schon vom sehen her,Tobias hatte leider ziemliche Porbleme mit seinen Fersen die hinten furchtbar aufgeschurft und offen waren obwohl er wie er sagte die Schuhe bei seinem letzten camino auch anhatte und keinerlei Porbleme gehabt hat und jetzt dies.

Abends um halb 8 gingen wir zu siebt wie verabredet essen in einer nahen Pizzeria,zumindest hatten wir das vor,doch das Essen dauerte zulange und der Herbergsvater war ein ziemlich resoluter der punktlich um 22 uhr und keine minute fruher oder spater die Herberge schloss,so versetzten wir kurz die gesamte Kuchecrew der Pizzeria in Aufruhr die sich sehr bemuhten in dem Riesentrubbel unser essen einzupacken das wir es mitnehmen konnten-so kamen wir kurz vor knapp in der Herberge an die punktlich um 22 uhr und 0 sekunden geschlossen wurde :D

Da es sehr heiss war beschlossen ich,Katha,die Spanierin und Tom draussen auf der schonen Terasse zu schlafen,Tom spielte noch ein Gute Nachtlied auf der Gitarre welches die Spanierin so ruhrte das sie danach ein paar minuten lachelnd und heulend vor ruhrung dalag und in den Himmel starrte :) ich habe noch lange mit Katha die neben mir lag geredet und wir hatten es noch sehr witzig,da auf der Terasse ein Bewegungsmelder war der das Licht automatisch anmachte und wir genau im Umkreis diesem lagen.

So geschah es das wir ofters nachts aufwachten und kicherten weil sich wieder jemand von uns zweien bewegt hatte und das Licht anging-sprich wir haben nicht sehr viel geschlafen aber dafur hatten wir eine sehr nette und lustige Nacht in Ponte de Lima :))

Freitag, 20. August 2010

Zahnweh :(( u.andere Neuigkeiten

Im moment bin ich leider ein wenig gehandicapt und habe nicht so richtig den Nerv meinen Blog weiterzumachen da ich ziemlich Zahnweh habe und leider keinen Termin beim Zahnarzt in santiago bekam ,da morgen samstag ist und alle Praxen zu haben, muss bis Montag durchhalten und hoffe das ich eingermassen ruhig und ohne zuviel schmerzen zuruckfliegen kann.

Nun bin ich auf Linsen und Cornflakesdiat und versuche mit Arnika Globuli,Coolpack und 31 Krauterol meine dicke Backe ein wenig zum abschwellen zu bringen das ich nicht mehr aussehe wie ein pausbackiger Zwerg :)

Sowas doofes echt das hatte doch wirklich noch wenigstends bis Dienstag warten konnen und nicht erst heute kurz vor Praxisschluss losgehen-das ist thypisch das mir das passiert lol-na ja ich werds uberleben und hoffe das die Schmerzen nicht so gross sind vor allem beim fliegen ,habe da leider ein wenig Horror wegen dem Luftdruck etc.man wird sehen ich hoffe es geht gut.

Nun aber kurz zu den neusten Dingen, ich bin am Montag dem 16.8.gut in Santiago angekommen,allerdings alleine,Tom hat sich 3 Tage (50 km vor santiago) bevor wir Santiago erreichten uberaschend entschlossen abzubrechen und ist nach Deutschland zuruckgeflogen.

Ich werde meinen Blog aufjedenfall in Deutschland fertig machen,tut mir leid furs warten .

Alles Liebe

Birgit

Mittwoch, 18. August 2010

Tamel S. Pedro Fins -Lugar do Coro:D 9 km 7.8.10

Nun melde ich mich endlich mal wieder nach 3 Tagen ohne Internet und sovielen Eindrucken,das ich immer mehr Probleme habe die Tage sowie das viele,viele Erlebte  wiederzugeben-man verliert nach einigen tagen wandern das Zeitgefuhl und ich muss jeden Tag uberlegen welchen Wochentag haben wir,welches Datum und was habe ich wann erlebt das ich es hier wiedergeben kann.
Ich habe versucht die letzten Tage zumindest Stichwortartig aufzuschreiben das ich einigermassen einen Eindruck vermittlen kann von dem vielen unbeschreiblichen ganzen des Caminos.

Oft bin ich aber auch zu mude um alles in mein Tagebuch zu schreiben,doch nun zu den letzten Tagen und die oben beschriebene Etappe.

Nach einem karglichen Fruhstuck brachen wir morgends um 7 uhr auf Richtung Lugar do Coro,zwar waren es nur 9 km jedoch war es an diesem Tag sehr heiss,wie wir spater erfuhren waren es 40 grad mittags um 13 uhr.
Der Weg an und fur sich war sehr schon und wir kamen gut vorwarts,wenn auch langsam da es ab 11 uhr schon unertraglich heiss wurde.



Wir kamen an einer wunderschonen Brucke vorbei der Ponte das Tabuas wo wir ein kurzes Bad nahmen :)
Danach ging es weiter und das laufen viel wegen der Hitze immer schwerer,die Klamotten klebten nur noch und man schleppte den Rucksack wie ein Sack voll Steine auf seinem Rucken weiter-sehr sehr anstrengend.

Endlich um 16 uhr kamen wir in das kleine Dorf Lugar wo angeblich Fernanda und ihr Mann Joushin wohnen sollten die privat Pilger aufnahmen.
Auch hatten Gerry und Thorsten uns gestern eine mail geschrieben das wir aufjedenfall zu Fernanda gehen sollten,wenn wir ihr eine Spende fur die Unterkunft geben wollten hatten wir allerdings Pech den sie hatte sich bei ihnen stetig geweigert auch nur einen Cent anzunehmen :)

So suchten wir vollig durchgeschwitzt und mude Fernandas Haus das nur als kleines weisses Haus mit erker beschieben wurde-nach ein wenig suchen fanden wir es dann auch.

Wir kamen durch das Gartentor in einen wunderschonen Blumengarten,den ich am morgen danch fotografierte in der Morgendammerung.
Ich kann nur sagen,dies war ein Highlight auf dem Camino so herzlich wurden wir empfangen obwohl wir vollig unvorbereitet bei ihnen hereinplatzten,hatten wir 2 min spater erstmal 2 Stuhle hingestellt bekommen und ein kaltes "Begrussungsbier",nach einem kurzen Plausch mit Fernanda fragte sie ob wir etwas essen wollten und wir freuten uns naturlich uber dieses liebe Angebot :) wenig spater ging sie in die Kuche und wir bezogen das susse kleine Gartenhaus das sie und ihr Mann extra fur die Pilger gebaut hat.



Wir relaxten ersteinmal und nach einer schonen Dusche ging es mir wieder besser und die Straspazen waren vergessen,bald darauf rief sie uns zum essen und wir assen gemeinsam mit Fernanda und ihrem Mann zu Abend,es gab Nudeln,Fleisch und Salat sowie selbstgemachten Wein und nach dem Essen bestanden sie darauf das wir ihren Selbstgebrannten probieren sollten sowie einen leckeren Portwein Blancho :D ich kann nur sagen dies war ein sehr lustiger und schoner Abend an dem wir auch erfuhren wie Fernanda dazu kam das sie einfach so Privat Pilger bei sich aufnahm:

Sie erzahlte das es eigentlich ein zufall war,sie selbst hatte zwar von dem Weg gehort aber sei ihn nie slebst gegangen bis eines Tages vor 3 jahren eine vollig erschopfte junge Frau vor ihrem Haus stand und darum bat sich kurz ausruhen zu durfen das sie vollig ausser Kraften war-Fernanda war sich zuerst unsicher ob sie einfach so Leute bei sich aufnehmen sollte,da ihr vater dagegen war und telefonierte kurz mit ihrem Mann der sofort sagte naturlich machen wir das :)
So kam es das die junge Frau bei ihnen aufgenommen wurde und die herzlichkeit der beiden hat sich wohl sehr schnell als "Geheimtip" rumgesprochen auf dem camino seither sagt Fernanda von sich selber das es fur sie eines der schonsten Dinge in ihrem Leben geworden ist fremde Leute ein stuck "Heimat" zu geben auf dem nicht immer einfach Weg nach Santiago und sie wandert mit jedem der morgends wieder aufbricht gedanklich ein stuck mit.

Ich kann nur sagen das jeder der den Camino Portugues geht es nicht verpassen sollte bei diesen 2 wundervollen Menschen eine Nacht zu schlafen sie sind wirklich etwas besonderes auf dem Camino das man selbst erleben muss um es zu begreifen :)

Es wurde noch eine sehr nette Nacht und wir wackelten gestarkt mit Portwein und Schnaps etwas angedudelt um 22:30 ins Bett-ich habe sehr,sehr gut geschlafen :D

Am morgen danach wurden wir mit einem leckeren Fruhstuck und Lunchpacketen versorgt ,da wir von Gerry und Thorsten wussten das Fernanda sich weigern wurde eine Spende anzunehmen wendeten wir Trick 17 an und legten ihr zusammen mit einer Nachricht 10 euro einfach aufs das Bett :)

Gut gestarkt und bepackt mit Proviant ging unsere Reise morgends um halb 7 uhr weiter.


 

Samstag, 7. August 2010

Heute relaxte 9 km Barcelos-Tamel S.Pedro Fins

Nach einer ziemlich lauten Nacht bei den "redefreudigen" Bombeiros und nachdem wir Gerry und Thorsten verabschiedet hatten die nach P.de Lima liefen,gingen wir morgends um 9 uhr los und fruhstuckten ersteinmal bei einem italienischen Cafe dessen Besitzer deutsch sprach.
Es gab soo viel leckere Dinge dort das wir uns richtig vollgefuttert haben :D z.b.eine Art Winbeutel gefullt mit Vanillecreme und irgendein klebriger Sirup druber lecker,lecker und alles unschlagbar gunstig wir bezahlten fur 2 Espresso,5 susse und 2 salzige Teilchen insg.5 euro da hatte man in Deutschland nichtmal 3 solcher sussen Kostlichkeiten bekommen.
Danach gingen wir in Barcelos in ein Haushaltswaren geschaft da wir eine andere Losung als die Kabelbinder die meinen Rucksack zusammenhielten finden mussten da ich so unmoglich laufen konnte,weil der Gurt die ganze zeit verutschte.
Wie es der Zufall will kam ein Portugise in das Haushaltswaren geschaft und bekam unser Problem mit er sprach ausgezeichnet Deutsch und war happy endlich mal wieder die Gelegenheit zu haben die deutsche Sprache zu sprechen.
Wir erklarten ihm das Problem und er ging mit uns zu einem befreundeten Schuhmacher der mir fur 1 euro meinen Rucksack doppelt und dreifach nahte-jetzt halt er wieder bombig und ich war wirklich glucklich.
Der Schusterladen war noch ein ganz traditioneller mit alten Nahmaschinen die man mit dem Fuss bedienen musste so ein Unikum findet man bestimmt nur noch schwer in Deutschland.
  Nachdem dieses Problem gelost war verabschiedeten wir uns herzlich von dem hilfsbereiten Portuguesen und ginge weiter Richtung Tamel.
Kurz nach 13 uhr wurde es jedoch so heiss das ein Weiterlaufen klarer Hitzeschlag bedeutet hatte da wir die erste Strecke viel auf Strassen ohne Schatten laufen mussten.

So beschlossen wir ersteinmal eine Siesta einzulegen,da wir heute eh nur 9 km vor uns hatten also ca. 3 std wandern konnten wir uns ruhig zeit lassen-so kauften wir schnell noch furs Picknick leckeren Schinken,Kase und Brot und schliechen uns wir fruher als Kinder durch ein Maisfeld auf eine wunderschone schattige Lichtung und hielten Siesta und ein ausgiebiges Mittagschlafchen :D
Um 16 uhr liefen wir weiter und entdeckten am Wegesrand eine "genmutierte Zuchini" hier das Beweis Foto :D
Der Weg wurde zusehens schoner und ging nach einer weile endlich weg von der Strasse hier mal ein paar Eindrucke

An einer Sandmauer entdeckten wir ein grosses Herz das ein Pilger dort hinein gerizt hatte-da mussten wir uns doch glatt auch verewigen :)
Spater entdeckten wir noch viel andere Schriften,Grusse etc.die andere Pilger vor uns dort hinterlassen hatten.

Nach einer wunderschonen Waldetappe ging es spat am Abend in den Endspurt der es wirklich in sich hatte,die letzten 2 km ging es durch das Dorf Tamel wo sich unsere Herberge befand steil bergauf das machte uns ganz schon zu schaffen und ich sehnte mich umso mehr nach einer Dusche.

Generell sind es die Kleinigkeiten uber die man sich freuen kann wie ein kleines Kind,ich weiss noch das ich heute. eine ganze Zeit lang vollig happy  war, nur weil ich eine eiskalte Cola in einem kleinen Laden gekauft habe,so sehr habe ich mich noch nie uber eine stinknormale Cola gefreut oder die Dusche am Abend wenn man nassgeschwitzt in die Herberge kommt-das ist immer mein personliches Highlight auf das ich mich den ganzen Tag freue wie ein kleines Kind wenn es seinen Lolli bekommt.

Nach den Strapazen wurden wir in Tamel mit einer wunderschonen Herberge entschadigt-saubere Duschen und Klos-schone Zimmer und wir haben sogar eines fur uns alleine da wenig Pilger dort sind.
Wir trafen 2 Madels wieder die gestern mit uns bei den Bombeiros geschlafen haben und bekamen von Gerrz und Thorsten eine mail das sie gut in Ponte de Lima angekommen sind.

Nach einer schonen Dusche gingen wir mit den Madels in ein nahes Restaurant essen und probierten Stiersteak,leckeren Wein und Salat,das Essen war zwar nicht ganz billig schmeckte aber wirklich super gut vom Essen her im moment mein absolutes Highlight was die Restaurants angeht in denen wir bisher assen.

Morgen werden wir entweder 9 oder 17 km machen,je nachdem wie wir lustig sind-wir wollen aufjedenfall in einem kleinen Ort (Namen hab ich leider vergessen )eine Frau besuchen die Pilger in ihrem Privathaushalt aufnimmt und die sehr nett sein soll,sie lasst die Pilger gegen Spende bei sich schlafen und kocht auch fur diese.

Man wird sehen was der Tag bringt ich freue mich darauf wieder loszuwandern,solangsam habe ich weniger schmerzen abends und bin nicht mehr so verspannt an den Schultern-nur die Hitze ist teilweise sehr sehr heftig und man muss sehr gut aufpassen das man genug trinkt und moglichst im Schatten lauft ansonsten bekommt man leicht einen Hitzschlag oder Sonnenstich den es wird gegen halb 2 wirklich unertraglich heiss.

Alles Liebe und bis Bald
Birgit

Freitag, 6. August 2010

5.8. Bombeiros und Rucksacktot-Rates nach Barcelos 15 km

Mehr schlecht als Recht erholt kroch ich am Morgen aus meinem Schlafsack und wir fruhstucketen gemeinsam mit Gerry u.Thorsten mit denen wir heute das 15 km lange stuck bis nach Barcelos laufen werden und kamen um halb 9 als letzte von der Herberge los.

Kurz vor dem losgehen trudelte eine Pfadfindergruppe von ca. 30 Kindern alle in Hemd und witzigen schwarzen Socken mit einem rieesen Grunen Bommel hintendran auf das Herberggelande,beladen mit Leiterwagen und Pfadfinder Trompete incl.Wimpel und Fahnen gedons :D anscheinend machten sie eine Art Schnitzeljagd oder sowas.

Wir wanderten sehr zugig los und trafen auf einen jungen Deutschen mit Argentinischer Freundin die beide im Weissen T-shirt mit irgendeinem Kirchengemeinde Emblem umhertigerten und uns etwas von Gotesmutter und Marienerscheinung erzahlten :D na ja wir verabschiedeten uns ziemlich schnell da niemand so richtig Lust auf Missionierungsgesprache und Fasseleien uber Gott hatte.

Mir ging es heute nicht so gut das Tempo war mir ein wenig zu schnell und es war um einiges Heisser als am Tag zuvor was wohl der Grund war weshalb es nicht nur mich so schlauchte,auch die anderen waren ziemlich platt am Ende und wollten nur noch ankommen.



Der Weg an sich war wunderwunderschon,keine Strassen und viel schone Wege durch,Wald und Weinberge aber auch einige Anstiege die wegen der Hitze sehr anstrengend waren.
Da wir alle geschlaucht waren,machten wir nach ca.3 std.eine 2 stundige Siesta in einem schonen Eukalyptuswald-wo wir alle erstmal fur 1 std. kollektiv eingepennt sind :))
Der Platz war wirklich sehr schon und man konnte die Eukalptusbaume knarren horen im Wind und es roch im ganzen Wald nach Eukalyptus.



Nach dem kleinen Mittagschlafchen liefen wir weiter,mittelrweile war es sehr unangenehm heiss vor allem wenn man in der prallen Sonne wandern musst wenn kein Schatten war,die Strecke zog sich bis Barcelos ins Zentrum ziemlich bis wir endlich dort um ca. 17 uhr ankamen.

Als ich gerade dieses Foto schoss,ist mir wahrendessen der Bauchgurt meines Rucksacks gerissen :(( :(( gerade der Teil der essentiell wichtig und unverzichbar ist-und nebenbei bemerkt der Rucksack nagelneu!!!
Ich habe ihn dank Tom seinen Kabelbindern notdurftig geflickt und ich hoffe das es irgendwie mit diesem improvisierten Gurt weiteregehn kann ansonsten muss ich mir uberlegen wie ich es weiterhin mache,den ohne Bauchgurt ist es nahezu unmoglich zu wandern da man dann Abends noch mehr Verspannungen in den Schultern hat als so schon-ich hoffe es halt!!!!!

Wir gingen zuerst in die Bon Jesu Kirche um unseren Stempel abzuholen und dananch in unsere Unterkunft bei den Bombeieros Barcelos der Freiwilligen Feuerwehr :) wo wir heute im Aufenthaltsraum schlafen zwischen Billardtisch und Kicker :D mit Stinkeklo und Manschaftsdusche,na ja Hardcore muss auch manchmal sein, das passte sehr zu diesem Tag der so schon strapazios genug war-zu allem ubel meldet sich nun seit 2 Tagen leise aber immer wieder mein Backenzahn :( ich hoffe er halt durch bis ich wieder in Deutschland bin das hatte mir gerade noch gefehlt :( :(

Frisch geduscht gingen wir in ein nahe gelegenes Restaurant und bestellten Wein und viele leckere Dinge wie :Tintenfisch gegrillt,Gebratenen Fisch und Salat alles fur 12 euro und die Portionen reichten um 4 Leute bappsatt zu machen.

Danach legte ich mich schlafen weil ich heute ziemlich erledigt war-ich hoffe es geht alles gut und mein Zahn halt durch und der Ruchsakc auch,

Morgen haben wir nur 9 km vor uns das finde ich sehr angenehm da mein Korper immer merh motzt mit Verspannung,Zahn und so weiter.

Doch wie sagt man so schon: NO PAIN-NO GLORY!

In dem Sinne Ultreija-Susseia :))

Alles Liebe bis Bald

Birgit

4.8. Erster Tag-von Porto (V.do.Conde) nach Rates 22km

Wir sind fruh aufgestanden und um halb 7 uhr los mit der Metro nach Vila do Conde wo wir starteten,die Alternativroute war dann doch nicht so das wahre da diese schlecht ausgezeichnet war.
Es war angenehm von den Temperaturen und wir starteten um ca. halb 9 von Villa do Conde der erste Abschnitt war sehr ode da es lange,lange an Strassen entlangeht wo dir die Autos nur so um die Ohren brausen,jedoch hupten uns einige hinterher und winkten aus dem Auto was ich sehr sehr nett fand :)

Bei einer Gabelung sprach uns ein Mann an der fragte woher wir kamen,er erzahlte das er den Camino schon 4 mal gelaufen sei und ob er uns fur seinen Pilgerblog fotografieren konne da er einen Blog mit Pilgerfotos hat.
So ging es weiter  immer am Strassenrand entlang-bei einer Lichtung legten wir ein kleines Picknick ein da wir mittlerweile seit 3 std wanderten.



Als wir weiterliefen,fanden wir einen Schmetterling am Weg der vermutlich verletzt war und wir setzten ihn wenigstends in den Schatten.


Nach ca.4 std ging es endlich ab von der Strasse und wir kamen uber 2 schone Brucken bevor wir 2 std spater endlich ziemlich geschafft in der Herberge in Rates ankamen.

 

Insgesamt waren wir heute 6 std unterwegs und haben am ersten Tag 22 km gewandert,dementsprechend erschlagen fuhlte ich mich auch,doch nach dem Duschen ging es schon besser,
und wir holten  uns den besonders schonen 2 farbigen Stempel wofur die Herberge in Rates bekannt ist.




Da die Bettlause gerade in der Herberge grassierten,verfrachteten sie uns in das gegenuberliegende Bauernflachsmuseum :D hier mal ein kleiner Einblick in unseren Schlafsaal .

Allgemein war es eine wirklich schone Herberge und es waren sehr viele Pilger da,z.b.eine Pfadfindegruppe von Spaniern die gemeinsam Pilgern und die uns spontan zum Essen einluden so kamen wir in den Genuss von "Schorschb" oder so ahnlich ein fettig deftigen Eintopf mit roter Sosse,Fleisch und weissen Bohnen genau das richtige nach diesem anstrengenden Tag.
Wir hatten sehr viel Spass mit den Spaniern und sie luden uns zum Rijoa trinken ein und lernten uns eine Trinkspruch sowie das Rijoa ritual wo man ohne zu kleckern probieren muss den Wein aus einem grossen Trinkbeutel zu trinken :D na ja fur ungeubte ohne kleckern nicht machbar wie wir beide feststellen mussten und die Spanier hatten einen riesen Spass beim zusehen :)) hihihi

Dort lernten wir auch einen englishen Pilger kennen,der in Paris wohnte und der im Juli von Frankreich aus gestartet ist und den Frances weiter nach Finisterre u.Muxia lief und nun den Weg zuruck bis nach Fatima laufen wollte.
Ein schlacksiger dunner Mann ungefahr in unserem Alter der den Weg lief um wie er behauptete naher zu Gott zu finden,was man auch unschwer ubersehen konnte da er ein rieseiges Kreuz um den Hals trug-kurz ein hmm spezielle Art an Mensch der ein wenig in sich gekehrt und nicht so ganz von dieser Welt schien.

Ziemlich spat trudelten Thorsten und Gerrz ein 2 deutsche aus NRW mit denen wir uns sofort gut verstanden und noch lange Gespache bis in die Nacht hatten,da sie keine Isomatte hatten,boten wir ihnen unsere Matratzen an und ich und Tom schliefen draussen,da es mir sowiso zu stickig in dem muffigen Museum zwischen Flachs und Altweiberbildern war.

Na ja geschlafen hab ich so lala,in der Nacht muttierte die Wiese zur reinsten "Katzenkampf arena" und Liebesgemiaue-Oper und eine nervige Mucke versuchte die ganze Zeit in meinen Shclafsack zu kommen und summte mir um die Ohren rum.

Ein anstrengender aber schoner Tag,trotz schmerzen in den Fussen vor allem zum ende des Weges hin war ich komischerweise immer happy und froh und bereue es keine Sekunde dies gemacht zu haben.

Das fazit am ersten Tag: Die erste Etappe ist nicht so angenehm da man viel an Strassen entlangeht,spater wird man aber durch die schonen Waldwege und Brucken entschadigt und die vielen hupenden Autofahrer die einem Buen camino zurufen machen die Strapazen wett.

Blasen fazit: KEINE unten an den Fussen nur 2 miniblasen oben am kleinen Zeh vermutlich muss irgendwie mein Schuh ein wenig gerieben haben ohne das ich es merkte-man wird sehen wie es sich weiterentwickelt.

Bis demnachst